Review zu Massive Ego – Church For The Malfunctioned

Written by on 20. April 2019

Rezension von Lord Asmodis über das zweite Album von Massive Ego “Church For The Malfunctioned”! Release 26.04.2019

Fotos courtesy of GOD Photography

Vorwort

Es gibt Alben von rennomierten Bands, bei denen ist es um jeden Cent schade. Dem Herrscher sei Dank ist da aber ein Trio aus England, MASSIVE EGO, welche mit ihrem zweiten Silberling eine CD der Extraklasse auf den Markt bringen! Als ich die Jungs letztes Jahr auf dem Mera kennenlernen durfte, sagte ich bereits, dass das sehr sympathische Trio aus England sehr großes Potential hat!

Doch fangen wir besser ganz von vorne an. Wie immer habe ich keine einzige Rezension vorher gelesen und vorliegende Bewertung ist zu 100 % meine alleinige Meinung!

Albumbewertung

Gegen den Opener The Last Sunrays In June hatte ich gar keine Chance! Hörte ich anfangs Musik, welche mich an einen Zirkus erinnerte, wechselt der Sound dann zu Klängen, welche auch von Jean-Michel Jarre hätten kommen können.
Es ging schlagartig los mit Gänsehaut, welche extrem verstärkt wurde, als ein leiser Gesang einsetzte, der dann immer lauter wurde. Der Song geht sofort in die Beine und man möchte tanzen. Natürlich mit fetter Gänsehaut, denn die sollte mich die ganze Zeit über begleiten!

Track 2 auf dem Album, Digital Heroin, wirkt bedrohlich und auch hier lässt der Beat die Beine zucken. Sehr guter dark-synthie-pop. Dieser Titel wurde als Vorgeschmack bereits veröffentlicht.

Einer meiner Kollegen bei Radio Darkfire sagt: “Das muss drücken!”. Genau das geschieht spätestens beim dritten Titel! Mit den Titeln Malfunctioning me und My Religion Is Dark haben wir zwei fette Synthie-Goth-Songs, die sehr stark in Richtung EBM tendieren. Die sphärischen Zwischenspiele bei Malfuntioning Me bringen das Blut beim Tanzen zum Kochen!

Mit Fallen From Grace legen MASSIVE EGO noch gewaltig einen drauf! Zum ersten Mal höre ich den Einsatz einer Gitarre mit Verzerrer, die mich beinahe an eine meiner Lieblingsbands aus dem Genre Industrial-Metal erinnern!

Ein mördergeiler Wechsel im Klangbild erwartet mich dann bei Track 6: The Wolf. Es handelt sich hier um eine wunderschöne Ballade, bei welcher lediglich Klavier und Streichinstrumente zum Einsatz kommen! Die sehr tragende Stimme von MARC MASSIVE unterstreicht den sehr romantischen Inhalt und lädt zum Träumen ein!

Bei Point Of No Return wird man dann jäh wieder aus dem Traum gerissen! EBM lässt wieder grüßen! Ganz nebenbei bemerkt, sind gerade die Soundwechsel von den Stücken ein Beweis dafür, dass die Band keineswegs oberflächlich unterwegs ist, sondern sehr gekonnt mit Musik allgemein spielt – zu meiner größten Freude!

Mit gleich 3 Liedern unterstreicht das Album den sozialkritischen Charakter von “Church For The Malfunctioned”. Super Selfie Superstar, Killing For Gods und World In The Gutter haben zwar einen überaus treibenden Beat, jedoch sollte man sich bei diesen 3 Synthie-Pop-Nummern auch mal mit den Texten beschäftigen!
Diese sind auf dem kompletten Album sehr tiefsinnig und regen zum Nachdenken an. Grund genug gibt es dafür ja, und MASSIVE EGO machen vor so ziemlich keinem ernsten Thema Halt!

Wenn Ihr Euch bei Kill The Conspiracy an Agonoize erinnert fühlt, habt Ihr Recht – denn diesem Titel hat Chris L., der Sänger von Agonoize und Funkter Vogt, seine Stimme verliehen. Und so vereweigt sich so mit seinem Beitrag auf dem Album.
Wieder kommen Gitarren harte Gitarren zum Einsatz. Auch die elektronischen Klänge sind härter als bei den 3 zuvor gehörten Songs!

And One ist nun für mich eine der Bands, für welche meiner Meinung nach jeder Cent zu schade ist. Allerdings gibt es erfreulicherweise MASSIVE EGO, welche aus Mmilitary Fashion Show endlich ein gutes Lied machen – perfektes And-One-Cover!

Ein klein wenig ruhiger wird es bei Is The Universe Trying To Tell Me Something. Diese Nummer ist natürlich ebenfalls sehr gut tanzbar, regt dennoch eher dazu an, in sich zu gehen!

Mother Requiem bildet den Abschluss eines 14-Track starken Albums. Der sehr sphärische Titel lässt sehr viel Liebe spüren. Das ist auch kein Wunder, denn MARC MASSIVE widmete das ganze Album seiner im Oktober 2017 verstorbenen Mutter. Mit dem Closer von “Church For The Malfunctioned” möchte er sie ehren. Und zeigt, dass sie immer in seinem Herzen leben wird!

Fazit

“Church For The Malfunctioned” ist ein sehr abwechlungsreiches Album. MASSIVE EGO bietet bei dieser CD ein breites Spektrum an Musik, fordert gleichermaßen zum Tanzen und Nachdenken auf.

Perfekt abgestimme Musik paart sich mit der überragenden Stimme von MARC MASSIVE! Das Album ist nicht nur ein Fingerzeig, sondern die Band hebt den ganzen Arm! Eine ausnahmslos sehr gute Scheibe. Wer diese nicht kauft, ist selber Schuld – oder braucht neue Geschmacksnerven in puncto Musik.

MASSIVE EGO sind:

Marc Massive
Oliver Frost
Scot Collins

Tracklist “Church for the malfunctioned”

01 The Last Sunrays In June
02 Digital Heroin
03 Malfunctioning Me
04 My Religion Is Dark
05 Fallen From The Grace
06 The Wolf
07 Point Of No Return
08 Super Selfie Superstar
09 Killing For Gods
10 World In Gutter
11 Kill The Conspiracy
12 Military Fashion Show
13 Is The Unviverse Trying To Tell Me Something
14 Mother Requiem

Lord Asmodis, Radio DarkFire, © 2019-04

Reader's opinions

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

5 − fünf =

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.


[There are no radio stations in the database]