CD Release Party Schwarzschild

Written by on 20. Januar 2019

Konzertbericht – 

Oberhausen/Crowded House, 19. Januar 2019


Am 19. Januar präsentieren Schwarzschild ihr neuestes Werk „Pulsar“ der Öffentlichkeit. Dieses musikalische Kleinod soll nun am 19. Januar in Oberhausen im Kulturzentrum „Crowded House“ das Licht der Welt erblicken, und zum ersten Mal in stilvoller Atmosphäre live präsentiert werden.

Der Einladung von Echozone und Schwarzschild folgten wir gerne, um dieser schwarzträchtigen Niederkunft beizuwohnen.

Das Ambiente ist stilvoll, ein wenig zu hell für eine schwarze Geburt. Zumindest im Zuschauerraum, der fast ausschließlich, so wie es sich für diesen Anlass geziemt, schwarz trägt. Dafür befindet sich der Merchstand, wo man nebst den begehrten Devotionalien, natürlich auch die heißbegehrte CD Pulsar, gegen eine unbedeutende Aufwandsentschädigung erwerben kann, zunftgemäß in der dunkelsten Ecke des Raumes…

Ampax

Noch ein Getränk organisieren, und dann beginnt auch schon die Show: Für die Eröffnung der Party sorgt AMPAX.

Ein Projekt, das seit dem Jahr 2008 wächst, und mit hoher Breitbandigkeit glänzt. Sven Pax gibt alles, er tanzt, springt und mischt sich unter das Publikum, welches sich anfangs etwas schwer tut sich zu begeistern, aber schon nach wenigen Minuten dem Bewegungsdran von Sven folgen muss. Sven entpuppt sich als wahre „Frontsau“, auch wenn er auf der Bühne noch alle Hände und Füße voll zu tun hat, um seine Ton- und Licht-Events punktgenau abzufeuern, was ihm aber problemlos gelang. Beim Finale wurde er gefeiert und wurde wie selbstverständlich zu einer Zugabe gebeten.

Manja von X-O-Planet

Als zweiten Anheizer konnte man die Formation X-O-Planet gewinnen. Die Synthpop-Formation aus Manja Kaletka und Goderic Northstar liefern sphärisch-schwebenden Sound der zum Verweilen und auch zum Träumen einlädt.

Roderic Northstar von X-O-Planet

X-O-Planet bieten nicht nur etwas fürs Ohr sondern auch für das Auge. Wobei hier ruhig erwähnt werden darf, dass Manja mit ihrer Bühnenpräsenz schon von der sich stilistisch ins Bild schmiegende Videopräsentation auf der Leinwand im Hintergrund abzulenken vermag. Während der Hühne Goderic gekonnt sein Instrument bedient und mit ausgezeichneten Backings und eisigem Blick wie eine Gallionsfigur den Weg für die Gesangsstimme bereitet…

 

Natürlich wurde von X-O-Planet ebenfalls eine Zugabe gefordert, welche sie unter großzügigem Applaus erbrachten.

Die anstehende Umbaupause lässt Zeit für ein Getränk und den ein oder anderen angenehmen und interessanten Plausch. Die schwarze Szene überzeugt auch an diesem Abend durch ihre freundliche, offene Art; auch wenn man sich – als nicht komplett schwarz gekleideter Besucher eines solchen Events – schon beim Betreten der Stätte der Huldigung wie ein bunter Hund vorkommt. Dennoch wird man weder mit Argwohn noch mit Vorbehalten empfangen, und es überrascht mich fast, wie vielen mittlerweile Radio Darkfire etwas sagt…

Leuchtende Masken sorgten für dem WOW-Effekt zum Intro von Schwarzschild

Plötzlich wird es laut! Tieffrequente Resonanzen vibrieren durch den Raum und künden vom Erscheinen des Hauptaktes. Das Intro von Schwarzschild läuft und der Schriftzug prangt rotierend auf der Leinwand. Die Bühne ist dunkel bis zwei grüne Lichtfinger das schwarz durchbrechen und zwei Masken aufleuchten… ja aufleuchten.

Dino Serci und Peter Daams – Schwarzschild feuern ihre Show mit einem fulminanten Intro ab und die Menge ist mit dem ersten Ton dabei und feiert.

Schwarzschild – vorne Dino Serci, im Hintergrund Peter Daams

Schwarzschild spielen nicht stumpf ihr neues Album
herunter sondern lockern die neuen Stücke mit bekannten Songs, wie Bis zum Ende der Zeit oder In meinem Blut auf, was zum Mitsingen animiert. Diese Einladung nimmt das Publikum wohlwollend und gerne an. Die Textsicherheit der Besucher ist beeindruckend und entlockt Dino zahlreiche Respektsbekundungen.

Der Sound ist gut. Druckvoll, nicht zu laut, die Stimme klar und verständlich, auch das ist keine Selbstverständlichkeit! Gerade in Clubs erlebt man leider immer wieder böse Überraschungen, doch heute nicht. Hier stimmt einfach alles. Auch das Licht passt zu den Stimmungen der Songs, und die Videoanimation auf der Leinwand ist für diese Konzertgröße alles andere als üblich. Hier hat man sich Gedanken gemacht und ein Konzept sehr gut umgesetzt.

Als dann noch Manja von X-O-Planet für ein Duett auf die Bühne gebeten wird gibt es kein halten mehr…

Zum Abschluss interpretieren Schwarzschild den Song Nova von VNV-Nation, und das in einer sehr überzeugenden Originalität. Wobei das Publikum völlig aus der Rolle fällt und mit bunten Leuchtstäbchen im Rhythmus winkt… Ich hätte mit allem gerechnet… Wunderkerzen, Bengalische Fackeln, Feuerschalen… aber nein, bunte Leuchtstäbchen sollten es sein. So zeigte dann doch die schwarze Seele ein Herz für Farbe… ich fands schön…

Dino (Schwarzschild) und Roderic Northstar (X-O-Planet)

Ein gelungener Abend mit großartigen Künstlern.

Unser Dank geht an Schwarzschild, X-O-PLANET, AMPAX und besonders an Echozone für die Einladung.

Wünschenswert aus Sicht des Konzertbesuchers wäre ein Hang zu mehr Instrumentalisierung. Ich würde mir auch bei dieser Musik wünschen, dass weniger vom Sampler oder gar vom Player kommt. Mehr live gespielte Keys, ein echtes Schlagzeug und auch ein Bass als Instrument tragen erheblich zur „live-Stimmung“ bei. Auch hört man hier und da eine Stromgitarre, es wäre toll, könnte man diese wunderschönen Instrumente auch auf der Bühne sehen…

Musikalisch habt ihr es drauf, das ist gar keine Frage! Und ich würde euch das große Bandbesteck zutrauen.

Rudi von Radio Darkfire

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